Besuch aus Tansania

Zurzeit ist eine Delegation aus der Partnergemeinde Bwagura (Tansania) zu Besuch in Kettwig. Mit dabei ist Robert Kasaaju als Repräsentant unserer Partnerschule Tunamkumbuka. Das letzte Mal fand ein Partnerschaftsbesuch in Kettwig 2016 statt. Wir haben uns daher sehr gefreut, die Tansanier am 18.09.2025 bei uns an der RSK zu begrüßen. Wir haben einen sehr interessanten Vormittag miteinander verbracht. Morgens wurden die Gäste zu Fuß von Herrn Pfannschmidt und Frau Bolten-Hoffmann sowie einigen SchülerInnen an der Unterkunft abgeholt, dann folgte die Begrüßung durch Herrn Klein-Helmkamp. Mit dabei waren mit Herrn Bank, Frau Stinshoff und Herrn Engler auch Vertretungen der Elternschaft, so dass alle Seiten unserer Schulgemeinschaft vertreten waren. Wir haben Fotos gemacht und dann eine Führung durch das Nebengebäude. Da an dem Tag Wahlen des Schülersprechers stattfanden, konnten wir zeigen, wie professionell unsere Schüler und Schülerinnen ihren Wahlauftritt durch kleine Werbefilme vorbereitet haben. Das Konzept Klassen- und SchulsprecherIn gibt es in Tansania laut Schulleiter Robert ebenfalls. Die 2. große Pause haben wir zum Austausch mit dem Kollegium und zur Geschenkeübergabe genutzt. Wir waren schnell und hatten das vorher gemachte Bild bereits mit Bildunterschrift ausgedruckt und gerahmt. Außerdem haben wir für die Partnerschule eine bunte Mischung aus Spielen zusammengestellt, vom Gummitwist über Tangram-Puzzle bis hin zu Halli Galli und Kartenspielen. Für die Besucher gab es einen großen Korb mit typischen Dingen aus Essen und der Region. Wir wurden mit einem Spruchband und einem Holzumriss von Tansania beschenkt, auf dem die „Big Five“ als Symbol für die Tierwelt Tansanias abgebildet sind. Ein Highlight war im Anschluss das Treffen mit der ganzen SV zu einer Fragestunde. Wir haben viel gelernt und viel gelacht. Wir wissen jetzt, dass ein Schulleiter in Bwagura nur etwa 90 € im Monat verdient und das Robert trotzdem nicht hierbleiben will. Neben den Informationen zum Essen und zum Schulalltag und den Fächern dort kamen viele Fragen zur Verwendung der von uns gespendeten Gelder. Die deutschen SchülerInnen konnten sich nicht erklären, warum das von uns gesponserte Mädchenhaus so wichtig ist. Dass die Mädchen bis zu 12 Kilometer Fußweg durch unwegsames Gelände haben, diesen in großen Teilen allein bewältigen müssen und unterwegs Gefahren durch Menschen und Tiere ausgesetzt sind, um dann zu Hause nach einem 8-Stunden-Tag (7.30 bis 15.30 Schule) noch Hausarbeit leisten oder kleine Geschwister versorgen müssen, war eine Erklärung für die Notwendigkeit einer Übernachtungsmöglichkeit, die alle nachvollziehen konnten. Auch die jüngeren Investitionen wie die Toiletten waren für alle verständlich. Wir freuen uns, den Schülern das Land und die Menschen durch diesen Besuch näher gebracht zu haben.

Abgerundet wurde der harmonische Besuchstag durch ein gemeinsames Mittagessen.

Robert ist dann am Montag noch einmal in der Schule gewesen, weil er gerne sehen wollte, wie bei uns Englischunterricht aussieht. Er war überrascht, dass es gar nicht so große inhaltliche Unterschiede gibt, aber natürlich gibt es in Tansania keine digitale Tafel, keine iPads, nicht alle Kinder haben ein Buch und einige nicht mal ein Heft.

Nach diesem intensiven Austausch werden wir motiviert in die weitere Zusammenarbeit gehen.