Praktische Philosophie – Nachdenken über das Leben, die Welt und uns selbst

Das Fach richtet sich an Schüler*innen der Sekundarstufe I, die nicht am Religionsunterricht teilnehmen. Im Mittelpunkt steht die Auseinandersetzung mit grundlegenden Lebensfragen: Was ist gutes Handeln? Was ist gerecht? Wie wollen wir leben – heute und in Zukunft? Der Unterricht fördert das kritische Denken über Werte, Verantwortung und Zusammenleben. Die Schüler*innen lernen, philosophische Positionen zu verstehen, eigene Gedanken zu entwickeln und andere Sichtweisen respektvoll zu reflektieren – auch zu aktuellen Themen wie Digitalisierung und Künstliche Intelligenz.

Ziele und Kompetenzen
Praktische Philosophie stärkt die persönliche Urteilsbildung, Toleranz und Orientierung in einer komplexen Welt. Vermittelt werden vier zentrale Kompetenzen:

  • Sachkompetenz: Philosophische Inhalte verstehen und einordnen
  • Methodenkompetenz: Begriffe, Gedankenexperimente und Dilemmata nutzen
  • Urteilskompetenz: Eigene Standpunkte reflektiert vertreten
  • Handlungskompetenz: Philosophisches Denken praktisch anwenden

Themenfelder reichen vom Selbstbild und zwischenmenschlichen Beziehungen über Verantwortung und gesellschaftliches Zusammenleben bis hin zu Sinnfragen und menschlicher Erkenntnis. Zu den bewerteten Leistungen gehören unter anderem:

  • Mündliche Beiträge (z. B. Diskussionen, Kurzreferate, Präsentationen)
  • Schriftliche Arbeiten (z. B. Protokolle, Portfolios, Lerntagebücher)
  • Kreative Beiträge (z. B. Collagen, Videos, szenisches Spiel)
  • Eigenverantwortliches Arbeiten (z. B. Recherchen, Projekte)

Die Bewertung erfolgt sowohl durch fortlaufende Beobachtung als auch durch punktuelle Aufgaben. Dabei spielen das inhaltliche Verständnis, die sprachliche Darstellung, Argumentationsfähigkeit, Empathiefähigkeit sowie der angemessene
Einsatz von Fachsprache eine zentrale Rolle.