Tag der offenen Tür 2025

Am Freitag, den 28.11.2025, lud die Realschule Kettwig (RSK) zum Tag der offenen Tür ein. Alle Fachschaften der Schule präsentierten Ausstattung und Unterrichtsbeispiele, zeigten stolz Schüler*innenarbeiten und luden zu Mitmachaktionen ein. Lehrer*innen standen gerne für Gespräche zur Verfügung, aber auch viele Schüler*innen unterschiedlicher Jahrgangsstufen halfen am Tag der offenen Tür und beantworteten Eltern und Kindern gerne ihre Fragen.

Zahlreiche Viertklässler*innen und deren Familien nutzten die Gelegenheit, sich ihre mögliche zukünftige Schule genauer anzuschauen. Im Eingangsbereich des Hauptgebäudes begrüßte das Schulleitungsteam der Realschule Kettwig die Gäste und beantwortete die vielen Fragen, die sich den Kindern und Familien während der Schulsuche stellen. „Oft gehen Eltern davon aus, dass sie mit der Wahl der weiterführenden Schule die Weichen für den weiteren Lebensweg ihrer Kinder bereits endgültig stellen. Jedoch sind die Bildungswege nach der Realschulzeit sehr vielfältig und die meisten Schülerinnen und Schüler unserer Schule streben nach Klasse 10 das Abitur an anderen Schulen an. Häufig können beim Übergang in die fünfte Klasse die Interessen und der Entwicklungsstand der Kinder durch die Wahl der Realschule optimal berücksichtigt werden“, erläuterte Herr Klein-Helmkamp, Schulleiter der RSK.

Zu diesen und weiteren Themen konnten sich interessierte Eltern und Kinder im Bereich der Erprobungsstufe im Nebengebäude, der den 5. und 6. Klassen vorbehalten ist, umfassend beraten lassen. „Die Unterbringung der 5. und 6. Klassen im separaten Gebäude kommt insbesondere vielen jüngeren Schülerinnen und Schülern zugute“, so Frau Rensing, Ansprechpartnerin für die Erprobungsstufe an der RSK. „Zudem ermöglicht uns das insgesamt kleinere System unserer Schule, dass die Kinder sehr gut begleitet werden können.“

Auch die Fachbereiche Deutsch, Englisch und Mathematik waren im Nebengebäude zu finden und boten durch Bücher, Arbeitshefte, weitere Unterrichts- und Fördermaterialien sowie durch Schüler*innenarbeiten Einblicke in den Unterricht der Klassen 5 bis 10. Lehrerinnen und Schüler*innen der Realschule Kettwig beantworteten viele Fragen der Eltern zu diesen Hauptfächern, während sich die Kinder in den Mitmachbereichen ausprobieren konnten.

Das Fach Französisch stellte sich neben spannenden Einblicken in den Unterricht mit vielen kleinen Köstlichkeiten und Bastelaktionen vor. Um die Sprache zu vertiefen und ggf. den Übergang zum Gymnasium zu erleichtern, wird an der RSK zusätzlich zum regulären Unterricht eine Französisch-AG angeboten, in der das DELF-Zertifikat erworben werden kann.

Im Kunstraum wurden Schüler*innenarbeiten bestaunt, die hier als Unterrichtsbeispiele ausgestellt waren. Viele junge Besucher*innen versuchten sich selbst in der bereits Jahrtausende alten Kunst der Kalligraphie und erstellten mit viel Freude spannende und eindrucksvolle kleine Kunstwerke. Auch wurden verschiedene Schreibgeräte vorgestellt: Griffel und Metallfeder, Federkiel und Bambus-Stift.

Der Musikraum bot eine breite Palette von Instrumenten, die zum Ausprobieren einluden. Ausgehängte Schüler*innenarbeiten zu den Lieblingskünstlern zeugten von einem Musikunterricht, der die jungen Menschen in ihrer Lebenswirklichkeit abholt.

Im Technikraum wurden Unterrichtsbeispiele der Jahrgänge 7 bis 10 ausgestellt. Da gab es zum Beispiel Modelle von Windrädern oder Häusern mit funktionstüchtigen Solarpaneelen. Auch die Besucher*innen hatten die Möglichkeit, unter Anleitung selbst Windlichter aus Holz herzustellen. Manchen Kindern machte das so viel Spaß, dass sie mehrfach wiederkamen.

Die Fachschaft Biologie verwandelte den Bio-Raum in eine kleine Erlebniswelt: Anschauliche Modelle wurden ausgestellt, Zellen wurden unter dem Mikroskop sichtbar und einige Schüler*innen hatten sogar ihre Haustiere mitgebracht, die sie gemeinsam mit ihren Eltern vorstellten: Beispielsweise lagen eine Python und eine Vogelspinne entspannt unter ihren Wärmelampen, eine Kornnatter konnte aus nächster Nähe erlebt werden. Zudem konnten die Besucher*innen einen Einblick in eine kriminaltechnische Untersuchung eines möglichen Tatortes im Wald erhalten. Dazu wurden eigens kleine Bäume und Büsche sowie diverse Säcke Laub für den Waldboden in den Biologieraum geschafft. „Ich möchte, dass meine Schülerinnen und Schüler echte Neugier spüren. Deshalb lasse ich sie biologisch in Kriminalfälle eintauchen – dort merken sie, dass Naturwissenschaft lebendig, spannend und voller echter Rätsel steckt“, so Biologielehrerin Frau Westerhoff. Unser herzlicher Dank gilt an dieser Stelle der Grünen Oase für das Ausleihen der Bäumchen für den Wald im Biologieraum.

Im Chemieraum wurden den gebannten Zuschauer*innen spannende Apparaturen, Mitmachexperimente und fluoreszierende Substanzen vorgestellt.  Schüler der Chemie-AG aus Jahrgangsstufe 10 demonstrierten, wie unterschiedlich verschiedene Metalle verbrennen: gelb (Natrium), rot (Kalium), grün (Kupfer) oder blendend hell (Magnesium). „Mit der Chemie-AG möchten wir Schüler*innen ab Klasse 7 ein Angebot eröffnen, die naturwissenschaftlich besonders interessiert sind. So kann in diesem Fach auch der spätere Übergang von der Realschule zu jeder Art von Laborberufen erleichtert werden, sollte dies angestrebt werden“, so der Chemielehrer Herr Dickhut.

Im Fachbereich Physik fesselten Experimente zu beispielsweise Lichtbrechung oder Elektrostatik die jungen Besucher*innen und deren Familien und  luden zum Ausprobieren verschiedener Einstellungen an den Geräten ein. Durch Magnetismus wurde der Eindruck einer aufwärts schwebenden Büroklammer erweckt und viele Kinder bestaunten, wie mittels elektrostatischer Aufladung Blitze erzeugt wurden.

In einem der Informatikräume konnten die Kinder sich selbst Visitenkarten gestalten und ausdrucken. Im zweiten Informatikraum wurden beispielsweise ein 3D-Drucker, die Bauteile eines PCs sowie der Mini-Computer „Calliope“ vorgestellt. Zudem konnte spielerisch programmiert werden. Bereits ab der fünften Klasse erhalten die Schüler*innen der RSK zwei Stunden wöchentlich Informatikunterricht, in dem sie im Umgang mit dem PC fit gemacht werden. Auch der gezielte Einsatz von Schüler*innen-Tablets und digitalen Tafeln in Fach- und Klassenräumen hilft den Kindern und Jugendlichen, den verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien zu erlernen.

Der Raum der Berufsorientierung fungierte zugleich als Ehemaligentreff. Frühere Schüler*innen der Realschule kehrten zum Tag der offenen Tür zurück und berichteten von ihrer durchweg positiven Betreuung während ihrer Schulzeit. Sie erklärten, dass sie dank der soliden Vorbereitung nun sehr gut am Gymnasium zurechtkommen.

Wer sich während des Rundgangs durch die Schule noch mehr bewegen wollte, fand in der Sporthalle vielfältige Möglichkeiten zum Klettern, Turnen, Toben. Auch verschiedene Ballsportarten konnten ausprobiert werden. Hier stand die Fachschaft Sport interessierten Eltern und deren Kindern mit Rat und Tat zur Seite.

„Es war eine besondere Freude, neben den vielen neuen Gesichtern auch die zahlreichen ehemaligen Lehrerinnen und Lehrer, Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern zu treffen, die sich gern an eine schöne Zeit an der RSK zurückerinnern und uns besuchen“, resümiert Herr Klein-Helmkamp. „Das vollendet das positive Gefühl nach einem sehr gelungenen Tag der Präsentation, an dem die Besucherinnen und Besucher vieles Erleben konnten. Für die umfangreiche Vorbereitung und den Einsatz aller Beteiligten bin ich daher besonders dankbar.“